Nur noch 72 Stunden … oder: Gibt es eine 2. Chance ?!?

19. Januar 2012
Ein ganz üblich gewordener Akt ist es bei motivierenden und zu Handlungen anregenden oder aufrufenden Veranstaltungen, direkt zur Tat oder zur Handlung aufzurufen. Wir erleben es in ganz unterschiedlichen Kontexten, ob auf dem OptimalGrün Charity Day 2011 in Passau durch Michael Strachowitz oder bei der TalentFeuerwerk-Veranstaltung von Menschentalent und Mentaltrainer in Potsdam am 28.12.2011: Der Aufruf zur sich committenden Handlung wird offenkundig gefordert, verbunden häufig mit der Andeutung, dass alles was bis zu diesem Zeitpunkt nicht geschah, auch nicht mehr ins Rollen zu bringen sei … !
Nach reiflicher Überlegung muss ich jedoch zu dem Schluss kommen, dass die nunmehr fast als Drohung im Raum stehende Formulierung unter Druck setzen und ein schnell messbares Ergebnis liefern soll. 
Auch im Gespräch mit Roman Kähl, Geschäftsführer der CPIX Consulting & Design in Berlin, wurde deutlich, dass die zugrunde liegende Heuristik für Aktivität und Handlung des Einzelnen eine ganz andere sein kann. Neben Umgebungsvariablen und Randbedingungen des geschäftlichen Treibens, die sich nur schwer kontrollieren lassen, kann sich Herr Kähl auch vorstellen, das gerade ein längerer Prozess des Gährens und Zeitvergehens dazu beitragen kann, die richtige Entscheidung zu treffen. Dies bezog er beispielsweise auf die selektive Auswahl möglicher Geschäftspartner. „Wer mir 72 Stunden nach einem Termin noch einfällt, muss nichts Besonderes sein. Komme ich jedoch nach drei Monaten wieder auf eine kennengelernte Person zu und schlage ihr eine Zusammenarbeit vor, muss diese bereits vor einiger Zeit mit ihrem Eindruck gepunktet haben, da sie mir sonst aufgrund der Terminfülle gar nicht in Erinnerung geblieben wäre“, so Roman Kähl.
Dr. Thomas Schutz, promovierter Mikro- und Molekularbiologe, zert. Lernpädagoge und lizensierter Analyst, Trainer und Berater für Talent- und Kompetenzdiagnostik, beschreibt die 72h-These als eine Art ‚Ob-oder-ob-nicht-Entscheidung‘, also insbesondere dann relevant, wenn mir die Bedeutung dieses neuen Aspektes bzw. dieses neuen Handelns noch nicht wirklich klar ist. Diesen Gedanken weiterführend, hält er das menschliche Gehirn für durchaus in der Lage, den einmal als bedeutend eingeschätzten Aspekt später abzurufen und ihn zu be-HANDELN. 
Stellt sich also die Frage, inwiefern der auf diesem Weg aufgebaute (empfundene) Druck tatsächlich notwendig ist, um Menschen ins TUN zu bringen?! Ist es vielleicht doch der ’softe Weg‘ der mündigen Entscheidung, die einen Menschen eher zum Handeln antreibt und positivere Ergebnisse erzielt? Ich freue mich auf Meinungen und Kommentare zu diesem Thema und den dargestellten Positionen.
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LAST MINUTE — Führungskräftetraining — 07.-09.03.2011 in Berlin

22. Februar 2011
Anfang März (07.-09.03.11) findet in Berlin dieses Führungskräftetraining statt. Ziel der dreitägigen Veranstaltung ist eine Sensibilisierung der Teilnehmer/innen für die eigene Persönlichkeit und die des Anderen.
Die Unterscheidung zwischen Einstellungs- und Verhaltensebene soll den Teilnehmer/innen helfen, ihr eigenes Verhalten (nur) als Ausdrucksebene zu begreifen und sich die mglw. zugrunde liegende/n Einstellung/en bewusst zu machen. Die (Unternehmens-) Welt differenzierter wahrzunehmen, reflektierter auf Mitarbeiter und andere Mitmenschen zuzugehen und mit sich und seiner beruflichen Rolle verantwortungsbewusst umzugehen, sind Ziele dieses Seminars.
Neben den bewusst werdenden Einstellungen wird es auch um die Bedeutung und Wichtigkeit von Zielen und Werten bzw. Werthaltungen gehen.
Ein spannendes Angebot für Führungskräfte,

  • die verantwortungsbewusst mit ihrer Position umgehen,
  • die Zusammenhängen ihres Denkens und Handelns auf den Grund gehen und somit reflektierter und geklärter auftreten wollen,
  • die erlernen wollen gezielt über Einstellungsobjekte (Objekte, Personen, Situationen) nachzudenken, um sich zum Feierabend von den tausend kreisenden Gedanken (die eher Befindlichkeiten/Gefühle sind) zu befreien und (wieder) abschalten können wollen.

Führungskräftetraining für Profis – Beschreibung bei XING
Führungskräftetraining für Profis – Beschreibung bei SEMIGATOR

Auf Ihre interessierte Kontaktaufnahme freuen sich die Eheleute Andrea und Michael Tag 

von www.KPuM.de und Norman Kaulfuß!


Einstellungen und Werthaltungen von Mitarbeitern

24. Januar 2011

Aufgrund einiger Rückmeldungen zum vorangegangenen Artikel “Nur 4 Werte braucht das Unternehmen” (Autorin: Yvonne Schneider) von http://blog.extendeddisc.de kommt hier noch ein kurzer Zusatz.

Im Rahmen von Dozenturen und Autorentätigkeiten entstand im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit dem Kollegen Jörg Heidig der Lehrbrief Betriebspsychologie für eine Fernhochschule.

Wenn Sie diesem Link ‚Betriebspsychologie – Die Einstellung zur Arbeit und zum Unternehmen‚ folgen, können Sie in das Kapitel “Die Einstellung zur Arbeit und zum Unternehmen” reinlesen, welches unter anderem eine Auseinandersetzung mit den Werten und Werthaltungen der Mitarbeiter beinhaltet, den Einstellungsbegriff (auch Einstellungsbildung und Einstellungsänderung) etwas näher erläutert und das Konstrukt ‚Organisationales Commitment‘ anreißt. 

Viel Spaß beim Lesen. Ich freue mich über Rückmeldungen zum Text. Demnächst gibt es weitere Kapitel aus besagtem Lehrbrief.

Frohes Schaffen!


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